Lesung mit Hellmuth Karasek
Hellmuth Karasek vermag ebenso hintergründig wie witzig zu erzählen, sei es, dass er (selbst-)ironisch über das Älterwerden nachdenkt wie in seinem Bestseller »Süßer Vogel Jugend« oder wie jetzt über das Liebesverlangen von Männern und deren tausendfaches Weh und Ach. Liebe, so will es die Moral, verlangt Treue. Handelt also derjenige unmoralisch, der leidenschaftlich ist und im Sinnenrausch das (eheliche) Gebot der Treue vergisst? Oder ist alles nur eine Frage der Hormone?
Ein Abend für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was Männer so umtreibt – damals wie heute.
Ihr tausendfaches Weh und Ach
Hellmuth Karasek
Leicht und doch mit chaplineskem Ernst erzählt Karasek, wie Männer versuchen, zu lieben und zu flüchten, zu erobern und zu vergessen. Der »publizistische Turbokarpfen im Teich der grauen Hechte« berichtet von glücklichen und schmerzlichen Selbstversuchen und von Ausflügen in das unbekannte Land der Frauen.
Die Beziehung zwischen Männern und Frauen – ein Wechselbad zwischen Liebe und Verlieren, Leidenschaft und Erkalten. Das Dilemma: Die Leidenschaft kennt keine Treue und verspricht keine Dauer. Ehe und Familie dagegen basieren auf der versprochenen Treue und der garantierten Dauer. Nestflüchter und Nestwärmer, das sind Mann und Frau. Und die Treue ist keine Frage der Moral, sondern der Bequemlichkeit, der Feigheit und des Mangels an Gelegenheiten. Eine Geschichte in Geschichten aus fünfzig Jahren Geschlechterkampf.


















